Bei der Documenta dabei zu sein, das ist für uns so aufregend wie für Sportler die Olympischen Spiele Sie kommen von überall her, aus London, Wien, Los Angeles und New York, und können sich nichts Besseres vorstellen, als ihren Sommer in Kassel zu verbringen. 100 Guides der Documenta 11 führen vom 8. Juni bis zum 15.

September durch eine Ausstellung, die Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern zeigt. Rose Marie Gnausch, 33, selbst Künstlerin und Doktorandin der Kunstgeschichte, ist eine von ihnen. Sie hat ihren Job als Dozentin im MoMa, dem Museum of Modern Art, für diese Zeit ausgesetzt.

Frau Gnausch, Sie sind drei Monate hintereinander auf eigene Kosten aus New York eingeflogen, haben viermal eine unbezahlte Siebentagewoche Training absolviert und riskieren Ihre Stelle. Das alles für einen Job, der auf 100 Tage befristet ist.

Klingt verrückt, ich weiß. Aber als die Zusage kam, war für mich klar, jetzt oder nie.

Was ist an der Documenta so einmalig? Sie leben in New York, dem kulturverwöhntesten Ort der Welt.

Die Documenta ist die wichtigste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Das ist die Show der Shows.

Dabei sein ist alles, wie bei den Olympischen Spielen?