In einem Lager in Giengen an der Brenz warten fünf Dutzend riesige Hasen auf ihren Einsatz. Wie eine Kompanie aus Plüsch-Klonen stehen die Tiere Seite an Seite. Allesamt etwa 1,50 Meter groß, alle mit freundlichen Augen und demselben breiten Grinsen im Gesicht.

Lulac heißen die Bären. Erst zu Ostern werden sie Spielzeugläden dekorieren, vorerst harren sie ihres Schicksals. Wie auch der lebensgroße Bison, den zwei Männer ins Lager geschleppt haben. Oder die Rentiere, die unter einem Regal voller Stoffgeweihe stehen.

Ein Lager, voll gestopft mit Schmusetieren: Tigern, Elefanten, Pferden. Alle so süß, dass neulich sogar zwei Redakteure eines Herrenmagazins da waren.

Wegen eines Foto-Shootings zum Thema Kuscheln.

Allerdings - Tiger und Pferd sind eher Nebensache. Das Interesse auf dem Betriebsgelände der Firma Steiff richtet sich in diesen Tagen auf Teddybären.

Der Teddy wird 100 Jahre alt, und Steiff veranstaltet ein Marketingspektakel.

Mit Karussells aus der Jahrhundertwende, einer Oldtimerrallye und einem eigenen Musical. Das hat, sagt Steiff-Geschäftsführer Richard Hussmanns, "einen einstelligen Millionenbetrag gekostet". Investitionen zu Ehren des Bären.