Eine deutsche Automobillegende - der Maybach - feiert Wiederauferstehung. Der "Weltöffentlichkeit" präsentiert wurde die "High-End Luxuslimousine" (ab 300 000 Euro aufwärts) allerdings nicht am Ursprungsort im Schwabenland, sondern dort, wo Mercedes-Chef Jürgen Hubbert einen guten Teil der betuchten Kundschaft vermutet: an der Wall Street in New York. Aus der "Maybach-Manufaktur" im Sin- delfinger Mercedes-Werk wurde das 6,16 Meter lange Prachtstück ins britische Southampton gekarrt, um standesgemäß auf dem Luxusliner Queen Elizabeth 2 nach Amerika zu reisen. Selbst die Börsenflaute stört den Optimismus der DaimlerChrysler-Strategen nicht. Sie rechnen damit, dass die Manufaktur mit 1000 Exemplaren jährlich voll ausgelastet wird.

An Konkurrenz wird es dem neuen Maybach wahrlich nicht mangeln.

VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder will seine britische Spitzenmarke Bentley kräftig ausbauen, und Anfang 2003 mischt auch BMW-Chef Helmut Panke mit. Der erste in bayerischer Regie gebaute Rolls-Royce wird dann mit dem Maybach und den Bentleys um die besten Plätze in den Großgaragen der Superreichen wetteifern. Wenn alle Blütenträume aufgehen, würde sich der Markt der "High-End Luxuslimousinen" glatt verdreifachen.