In einem Punkt sind die Aussagen richtig. Die deutsche Sparquote ist zu hoch! Wir sollten beginnen zu investieren, um den Konsum weiter reduzieren zu können. Natürlich ist in unserer Gesellschaft nicht der blindwütige Verbrauch, sondern die Nutzung intelligenter Dienstleistungen der Schlüssel zum Erfolg. Genau hier hat die Arbeitsmarktreform ihren Platz. Es ist an den gezeigten Schaubildern ja aufgefallen, dass das Bruttoinlandsprodukt trotz stagnierenden Konsums stetig wachsen konnte. Diese Entkopplung sollte gefördert werden.

Carl-Ernst Müller, Lüneburg

Zu den Kriterien der Nachhaltigkeit gehört nicht nur die Effizienz als die Verringerung des Materialumsatzes auf der Angebotsseite, sondern die Suffizienz als die Verringerung des Materialumsatzes auf der Nachfrageseite, also, um ein verschwundenes Wort wiederzubeleben, Konsumaskese.

Kaufzurückhaltung ist also ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Wenn eine Ausgabenstrategie sinnvoll wäre, dann für Gemeinschaftsaufgaben.

Ganz im Sinne von J. M. Keynes wäre hier die öffentliche Hand gefordert, die dafür allerdings ihre Selbstblockade und ihre Arbeitsverhinderungsstrategien aufgeben müsste. Zudem ließe sich bei richtiger Ansprache der Bürger und einer intelligenten Organisationsform der private Reichtum für Gemeinschaftsaufgaben mobilisieren.

Dr. Walfried Pohl, Bonn