die zeit: Wo immer man in Deutschland mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, sitzen Sie schon drin und sagen die Stationen an ...

Helga Bayertz: Im übertragenen Sinne, ja. Ich spreche für die Firma GSP, Gesellschaft für Sprachtechnologie, die Haltestellennamen, die in Bus und Bahn abgespielt werden.

zeit: Wo sind Sie überall zu hören?

Bayertz: Das sind so viele Orte, die kann ich mir gar nicht merken. Aber beispielsweise in Dresden, Hannover, Magdeburg. Für meine Heimatstadt Berlin habe ich 3600 Ansagen gesprochen. Und in der Münchner Flughafen-S-Bahn bin ich auch zu hören. Darauf bin ich besonders stolz.

zeit: Warum?

Bayertz: Die Münchner Verkehrsbetriebe legen sonst auf eine bayerische Färbung Wert, nur auf der Flughafenlinie sollte es wegen der vielen Auswärtigen klares Hochdeutsch sein.

zeit: Wie viele Haltestellennamen sprechen Sie pro Einsatz?