Vier Jahre lang hat Steve Fossett die Welt genervt. 1998 nervte er eine Yachtcrew im Südpazifik, als er mit seinem Heißluftballon aus 9000 Meter Höhe ins Meer stürzte und halb erstickt aus dem haiverseuchten Wasser gezogen werden musste. 2001 nervte er eine Sippe südbrasilianischer Bauern, als er nach einem Gewitter auf deren Weidegründen aufschlug. Die Rinderzüchter zerrten Fossetts unhandliche Alutüte aus den Bäumen, grillten dem Millionär ein Steak und schickten ihn ins nächste Hotel. Beim nunmehr sechsten Anlauf hat es der Selbsterfahrer endlich geschafft, seinen Ballon einmal rund um den Globus zu manövrieren.

Dem Himmel sei Dank. Die Erde ist eine Sorge los. Jetzt muss niemand mehr Angst haben, dass plötzlich ein strandender Fossett in die Gartenparty platzt oder vielleicht am FKK-Strand niederschlägt. Vor allem aber ist jetzt endlich Schluss mit den ewig deprimierenden Bildern zusammengesackter und zerrissener High-Tech-Windbeutel in irgendwelchen Wüsten oder Ozeanen. Fünfmal hat der Börsenmakler aus Chicago für diese peinlichen Shows ein paar seiner Milliönchen in die Luft geschossen. Und das einzig Weltumspannende war neben dem Gespött der Medien die Langeweile der Beobachter.

Willkommen auf dem Boden, Mr. Fossett! Wenn Sie aus der Karbongondel steigen, ist das ein großer Schritt für Sie, aber ein gewaltiger Schritt für die Menschheit: Das Ärgernis ist gelandet. bit