G E P Ä C K Jetzt packen wir aus

Was haben Prominente in ihren Koffern? Hera Lind kann nicht auf Joggingschuhe verzichten. Dieter Kürten zählt die Unterhosen ab. Und Popsänger Sasha braucht stapelweise T-Shirts

Es ist, als bange Stefan Zweig mit der »Postassistentin« aus Klein-Reifling, die in seinem Roman Rausch der Verwandlung unversehens ins Palace Hotel eingeladen wird und in ihrem ärmlichen Aufzug seitenlang das Sensorium der Gäste strapaziert. Ein simples Gepäckstück als Chiffre der Klassenzuordnung: Im literarischen Milieu von gestern war es ein Juwel. Der fleißig erwähnte Koffer aus Stroh - klein, flach und von Schnüren zusammengehalten - offenbart die Lebenswelt der Hauptfigur und lässt den ominösen Fortgang der Geschichte ahnen. Das kann nur schlimm enden. »Reichlich kompromittabel«, entfährt es der gepuderten Tante beim Anblick der Christl von der Post.

Das Hohlraumprinzip nutzen

Die Zeiten haben sich geändert wie auch der Look des nomadischen Menschen. Heute bucht der Lümmel von der letzten Bank Business Class, und in Luxusherbergen liest man vom Gästegepäck nur schwerlich Stand, Kontovolumen und Bildungsgrad ab. Und wenn an den Weltflughäfen Hartschalen in Navyblau oder Steingrau, den Büßerfarben der Kofferfabrikanten, endlos auf die Gepäckbänder strömen, errät erst recht keiner, wes Geistes Kind da seine Socken drin hat. Es ist kein Paradox: Gerade weil sein Design uniformiert ist wie die Ferienpakete der Reiseveranstalter, ist der Koffer im globalisierten Reiseverkehr Geheimnisträger. Das Äußere lässt die Neugier unbefriedigt. Dafür spiegelt sein Innenleben Kompartimente der Besitzerseele. Ist der Deckel erst offen, liegen ästhetische und ökonomische Credos blank. Stoff für Erforscher dialektischer Feinheiten.

Bedeutet eine Unterhosenschwemme Großzügigkeit im Denken oder Knauserei bei Rei in der Tube? Beweist der Cremetopf en miniature stereometrisches Vorstellungsvermögen, während das Reisebügeleisen den Pedanten entlarvt? Und ist, wer viel herumkommt, besser fürs Unwägbare gewappnet, oder gilt: je reiseerfahrener, desto unbekümmerter die Einstellung zum Gepäck? Bedenkenswert auch, ob Liebgewonnenes an den Leib muss wie jener Hosentaschen-Horaz, den der britische Sozialreformer John Ruskin bei sich trug. Tausend Fragen an Vielreisende, von denen man die Namen kennt, aber das Koffergeheimnis noch nicht. Ladies first.

Sicher packen Frauen anders als Männer. Wiewohl die elegante Dame kaum mehr à la Zweig »große Hängekoffer« ausweisen dürften, die im Grandhotel »wie Karyatiden fast wandhoch im Vorraum des Appartements« zu stehen kommen. Ist sie indes ins Visier der People-Press gelangt, sollten ein Koffer für jede Tonart samt Accessoires bereitstehen. Nicht wahr, Frau Lind?

Wie leicht man doch auf den falschen Dampfer geraten kann. »Hüte, wie peinlich!«, entsetzt sich die nach Taschenbuchverkaufszahlen erfolgreichste Romanautorin der Nation, wenn man ihr unterstellt, Nettes mitzunehmen wie breitkrempige Kopfbedeckungen oder Schminkköfferchen: »Schenke ich Ihnen, ich brauche das affige Teil nie!« Hemmungslos zwängt sich die bekennende Trägerin einer »Windstoßfrisur« derweil in »Leiberl, Kapperl, Joggingschuhe«.

So trifft sich Hera Lind im Geiste mit Kollegin Amelie Fried, die schwärmt: »Meine Lieblingsgarderobe sind meine Laufsachen.« Eigentlich möchte die gebürtige Herlind Wartenberg überhaupt nicht verreisen, sondern immerzu laufen. Die Hetzerei bei Lesetouren und TV-Talks reicht nicht. Sobald der Intercity Nightline sie zum getrennt lebenden Nachwuchs in Köln gebracht hat, wirft sie das Gepäck ins Taxi und wetzt die zehn Kilometer hinterher. Sagt sie jedenfalls.

Viel schleppt sie ja nicht mit. »Früher«, erzählt die ausgebildete Chorsängerin, »da dachte ich beim Packen nur an Noten, Schuhe, Kleid.« Mittlerweile stopft sie in den »Fiffi«, ihr treues Rollköfferchen, alles, »was man als Dame so hinter sich her zieht«. Unter den Basics das Tagebuch. Davon gibt es schon 180 Stück. »So fühlt man sich abends nie einsam.« Und wenn sie mit Familie wegfährt? »Mit drei bis vier Outfits kommt man um die Welt, sogar auf einem Kreuzfahrtschiff«, behauptet sie. »Reisen darf nie Stress sein.«

Um Stress vorzubeugen, schreitet Sibylle Nicolai beizeiten zur Tat. Zwar sucht man auch bei der ehemaligen Frontfrau der Münchner Lach- und Schießgesellschaft metallblanke Panzertürme von Schrankkoffern vergebens, aber ihre Reiseaktivitäten haben Vorstufen. »Ich mache im Keller Häufchen«, verrät sie vor dem Abflug nach Gozo, wo sie diesen Sommer mit der Lebensliebe Englisch paukt. Damit für Hessens Exwirtschaftsminister Klemm und sie der »Schock der Ankunft« nicht zu groß wird, gehen die vertraute Kaffeemarke, Spezialstecker und Korkenzieher mit. »Ich bin irrsinnig praktisch«, erklärt die von Mona Lisa bekannte Moderatorin, die weidlich das »Hohlraumprinzip« nutzt: »In Lothars Schuhe kann man so schön Socken stopfen.«

Für sich greift sie Hosen »in gedeckten Farben, die ich nach dem Essen nicht gleich sprenge«. Madame ist eine Kleckerliese. »Sobald ich Weiß trage, geht's los.« Nur bei Unterwäsche geizt sie nicht, nimmt »zehn Prozent mehr« mit als nötig. Denn: »Obendrüber ist nicht so wichtig, aber der Rohzustand muss stimmen.«

Findet auch Sasha. »Ich bin jemand, der sehr stark transpiriert«, bekennt Deutschlands erfolgreichster Popsänger. Schuld seien »guter Stoffwechsel und sehr große Poren«. Also wechselt er bei Auftritten öfter das T-Shirt. Währenddessen fliegen ihm BHs dutzendweise zu. Statt Teddys zu schmeißen, lassen die Verehrerinnen jetzt Lingerie-Artikel flattern. Sasha erwägt nunmehr, seinen »ganzen Keller voller Bären«, die in Mülltüten stecken, bedürftigen Kindern zu schenken.

Zum Anziehen nimmt er jede Menge mit. »Ich will nicht schon vorher entscheiden, was ich trage«, sagt er. Das Packen besorgt er ganz allein, nicht etwa Freundin Birte. »Ich erhalte meine Autonomie bis an mein Lebensende«, schwört der Mädchenschwarm, »und deshalb werde ich auch weiterhin selber waschen und bügeln.« Da schmilzt doch jede Schwiegermutter.

In Grenoble mit Moskitonetz

Normalerweise begleiten den Star ein geräumiger Koffer - »Ich habe jetzt das größte Modell von Rimowa, aber leider fiel gleich eine Rolle ab« -, die Hüfttasche für Hausschlüssel und Handy sowie ein Rucksack. Der ist von Samsonite und dasjenige Stück, das bisher am längsten hielt. Volle fünf Jahre. Ein klassischer Rucksacktourist war Sasha hingegen nie - »Dieser Kelch ist an mir vorübergegangen, obwohl ich es schön gefunden hätte, mit einem Interrail-Ticket loszufahren.«

Ob Jürgen Drews sein Bett wieder im Kornfeld aufschlagen würde? Ja, das hat er wirklich gemacht. Der Medizinerspross und Formel-1-Fan, der sich im Oberbayern am Ballermannstrand als »König von Mallorca« produziert, war als Teenager Einzelgänger und schüchtern. Dafür todschick. Mit weißer Sommerhose und Nyltesthemd stellte er sich zum Trampen an die Straße, und zwar ans Ende der Schlange. »Ich konnte mir das leisten, ich war schließlich adrett.«

Die Masche zog. Flugs chauffierte ihn ein Farah-Diba-Double im Convertible bis Grenoble. »Da bekam ich Angst, dass die mich mit aufs Zimmer nimmt«, erinnert sich Drews, »und machte mein Bett im Kornfeld vorsichtig wie ein Reh, damit mich keiner überfällt.« Zu stibitzen gegeben hätte es Lederkoffer, Zweimannzelt und Moskitonetz. Heute kommt als Tribut ans »Talmi-Genre« die Königskrone mit und manchmal Gattin Ramona, die dann ihren Louis-Vuitton-Koffer herzeigen darf. Ein Weihnachtspräsent von Jürgen.

Packen geht bei ihm »zack, zack!«. Der Mann mit klaren Vorstellungen: »Ich mache keine Kunst, sondern Party«, schnappt die »Tasche vom Dackel«, das Kini-Kostüm und das Claude-Montana-Sakko und klemmt sich hinters Steuer eines Mietautos. Hat er sein Unterzeug mal wieder mit Shampoo durchgespült, trocknet er es auf der Hutablage.

Bei Dieter Kürten ist die Unterwäsche abgezählt. Die Schuhe wandern in Beutel. Super sorgt die Fernsehgröße vor für die Fremde. »Ich bin der Kleidersackexperte.« Rasierzeug in doppelter Ausführung gehört zur Grundausstattung. »Ich habe einen starken Bartwuchs und rasiere mich nass und trocken.« Wichtig sind dem einst beliebtesten Fußballweltmeisterschaftsreporter, der inzwischen sein Showtalent zahllosen Gala-Abenden zugute kommen lässt, »Top-Outfits mit passenden Schuhen und Anzügen«. Einmal hat er den Gürtel vergessen und sich »sehr geärgert«.

53-mal nach Dubai

Im Flieger geht der langjährige ZDF-Sportchef mit gutem Beispiel voran und verstaut - gewohnt, dass Stewardessen ihn umschwirren - nichts überm Sitz. »Ich flirte ein bisschen mit denen, und sie hängen meine Sachen anständig auf.« Trotz mannigfacher Garderobe ist er in 30 Minuten reisefertig. »Wenn man in seinen Schränken gut organisiert ist, geht das.« Wahrscheinlich ist Kürten aber auch das, was das Sportgeschäft ohnehin verlangt: schnell.

Das ist Stefan Pichler, Spitzenmann beim Reisekonzern Thomas Cook, selbstredend. Einst Marathonläufer, fünf Tage jünger als Hera Lind, aber flotter als sie und Kürten zusammen, packt er wie der Blitz. »Mache ich ja jeden Tag.« Bei dreitägiger Abwesenheit genügt der Kleidersack, bei längerer Reisedauer kommt der Rimowa zum Einsatz. Einen großen und einen kleinen besitzt der Supertaktiker, der für Nike International auf Achse war, bevor er zum Überflieger in der Touristikbranche aufstieg. Für die Ferien packt Pichler, der schon 53-mal an seinem Lieblingsort Dubai war und heuer Ägyptens Unterwasserwelt erkundet, wie gewohnt »möglichst ordentlich«. Sportsachen flankieren stets »Anzug, Hemd, Krawatte«. Das dürfen Thomas-Cook-Kunden über den Wirtschaftsboss wissen: »Wir sind keine Familie, die in Shorts zum Essen geht.«

Wertebewusst über den Globus bewegt sich auch Walter Grasskamp. Der Kunsthistoriker, der das Profane und Heilige in den Schaufenstern nicht nur im Rahmen seiner publizistischen Arbeit beäugt, weiß aufs Jahr, wie alt sein Delsey ist: »19, und damit so alt wie meine Tochter.« Er hat ihn bei der Entbindung gekauft. Ein Sammlerangebot liegt ihm vor für seinen »zerbeulten Rimowa« von 1979, obwohl der viele »Püffe vom Fliegen« hat. Ob er sich von der Antiquität trennt, hat er noch nicht entschieden, meint jedoch: »Allmählich sollte man an Koffer mit Rollen denken, wegen der Bandscheibe.« Feingefühl kennzeichnet den Wissenschaftler - »Ich habe mir angewöhnt, Hausschuhe mitzunehmen, die Böden in Hotels sind immer so unerfreulich« - auf jedem Terrain. Packen tut der Münchner Professor »ohne System, aber mit Liebe« und fasst ein Ziel ins Auge: »Der Inhalt muss mich beim Aufmachen anlachen.«

Fürwahr ein anderer Typ als der bei Elizabeth von Arnim vorgestellte Gelehrte »von europäischem Ruf«, der seiner Wanderleidenschaft auf Rügen frönt. »Gepäck habe ich nicht. Meine Nachtausstattung trage ich auf dem Leibe. Mein Schwamm ruht in meinem Hut. So bin ich, gnädige Frau, äußerst unabhängig.« Derweil war dies Outfit Ausdruck extremer Engstirnigkeit. Die öffentlichen Vorträge seiner Gemahlin zum Thema Frau verhöhnte er: »Die kleine Lotte macht viel Getöse.« Auffälligkeiten konzedierte Professor Nieberlein ihr höchstens bei ihrer Toilette. Noch Fragen? Koffer machen Leute - und allemal Literatur.

Attraktive Reisebegleiter: Vom Mopstäschchen bis zum sprechenden Koffer

Ein Rucksack gehört auf den Rücken seines Besitzers. Weil der auf schweißtreibenden Trekkingtouren schon gebeutelt genug ist, sind die Ansprüche an das Gepäckstück hoch. Von Kennern gewünscht: bequeme Passform, gepolsterte Tragegurte, praktische Größe, minimales Gewicht. Wobei das Aussehen - es handelt sich bei dieser Zielgruppe nicht gerade um Designer-Freaks - eine weniger tragende Rolle spielt. »Gewachste Kodra« hat Hersteller Camel für seinen Rucksack Challenge gewählt, ein Material, das zwar wie Leder aussieht, aber aus Kunstfasern besteht. Das freut den Weltenbummler, denn nur ein solcher Stoff ist leicht und flexibel, reißfest und wasserabweisend. Das schnörkellose Produkt der Marke Camel active misst 45 x 35 x 20 Zentimeter, wiegt 600 Gramm und bietet im Haupt- und Nebenfach reichlich Stauraum für Windjacken und Wollsocken. Die zwei kleinen Seitentaschen fassen Überlebenswichtiges: Handy und Wasservorrat.

Im Fachhandel oder im Internet unter: www.reiseboutique.com für knapp 50 Euro

Echt Blech? Von wegen! Bei diesem Qualitätsprodukt hat es der Reisende mit Aluminium zu tun: leicht, aber schwer unterzukriegen. Schubsen, Werfen, Treten erträgt das schimmernde Material ebenso klaglos wie Nässe und extreme Klimaschwankungen. Die Firma Rimowa produziert seit 1950 die Modelle mit den charakteristischen Rillen - damals das Modernste, was je ein Mensch zum Bahnhof gerollt hat. Sein unverkennbares Markenzeichen und ein gewisser robuster Schick hat dem Kölner Metallkoffer nicht nur eine weltweite Fangemeinde, sondern sogar Auftritte in Hollywoodfilmen beschert. Aus der aktuellen Produktion stammt eine Oscar-verdächtige »Weltneuheit in Sachen Leichtigkeit«, für die man sich von der Alu-Schiene entfernt und auf Polycarbonat umgeschwenkt hat. Die Serie »Salsa« kommt bruchfest, flexibel, fliegengewichtig daher. Aber auch im gewohnten, klassischen Rillendesign! (Schwarz, Grau, Blau. Trolley, mittlere Größe, 229 Euro).

Alle Produkte im Fachhandel. Weitere Informationen unter: www.rimowa.de

Piept der Aktenkoffer, ist Gefahr im Verzug. Eine dunkle Gestalt, die sich gerade mit dem unverzichtbaren Begleiter aus dem Staube macht? Oder bloß ein ahnungsloser Mitreisender, der durch einen unkontrollierten Rempler die empfindliche Warntechnik aktiviert hat? Das klingt nach Zukunftsmusik, ist für die Firma Samsonite aber bereits Realität. In wenigen Monaten soll es die neue Business-Serie Hardlite ICT (seit Frühjahr im Handel) auch mit der so genannten Bluetooth-Funktechnologie geben. Gut für Vielreisende, schließlich wird auf Flughäfen extrem viel geklaut. Allerdings kann der schon vom Design her futuristisch anmutende Aktenkoffer viel mehr als bloß verzweifelt SOS zu tschilpen. Dank integriertem Chip lassen sich Informationen wie Flugzeiten und -verbindungen abrufen. Wichtigste Funktion des elektronischen Teilchens: das Speichern persönlicher Daten, die im Verlustfall den rechtmäßigen Besitzer identifizieren.

Informationen: Samsonite Europe, Tel. 0032/55 33 32 11, www.samsonite.com

Die Rasse des Hundes und die Klasse der Transporttasche müssen unbedingt zusammenpassen (gilt auch für Katzen). Während man der Promenadenmischung problemlos einen alten Einkaufskorb unterjubeln kann, gehört das Luxustier ins Designerstück. Das klingt einfacher, als es ist, denn die meisten Vorzeigelabels bieten nur Taschen für Zweibeiner an. Anders der amerikanische Kofferhersteller Tumi, der sich eine »innovative Gepäcklösung« für den mobilen Mops einfallen ließ. »Pet Carrier« heißt das Nylonteil mit kräftigem Schulterriemen (für Herrchen), das sich äußerlich ohne Firlefanz präsentiert. Ist der Liebling jedoch hineingewackelt, findet er eine gemütliche Höhle vor, in der Hygiene (waschbares Fleece-Polster im Falle reisebedingter Inkontinenz) wie Durchblick herrschen (Netzfenster mit Raffrollo). Die flexible Hütte ist fein, aber klein (43 x 30 x 25 Zentimeter) und daher nur für Dackelformate geeignet. Immerhin zeigt der Preis Größe: 500 Euro.

Im Lederwarenfachhandel. Bezugsquellen bei Tumi, Tel. 02394/91 98 65, www.tumi.com

Ein Hauch von Nerz umweht diesen nostalgischen Reisegefährten, der sich im Vergleich mit modernen Federgewichten wie ein Anachronismus ausnimmt. Selbst wenn der lederne Schrankkoffer aus dem hohen Hause Louis Vuitton leicht als Möbel (140 x 62 cm) durchgehen kann, sollte er sein Dasein auf keinen Fall unbeachtet in der Schlafzimmerecke fristen. Ein solches Prachtexemplar braucht die Welt als Bühne. Allerdings auch Personal (oder wenigstens einen muskulösen Begleiter) für den nicht unproblematischen Transport. Vor den Augen eines staunenden Publikums in den eleganten Orient-Express gehievt, die Gangway hinauf in den Bauch eines Luxusdampfers gerollt zu werden - das ist seine Bestimmung. Applaus, Applaus! Auch für das ausgeklügelte Innenleben mit Schubladen, Fächern und Kleiderstangen, in das selbstverständlich Haute Couture gehört. Ein schöner Traum für den Preis eines Kleinwagens: 17 500 Euro.

 
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