Was mir wichtig war

Die Zivilisierung des Kapitalismus, Gemeinsinn statt Ich-AG - Auszüge aus den letzten Gesprächen Marion Gräfin Dönhoffs mit Theo Sommer und Haug von Kuenheim. Ein Vorabdruck

Ihre zentrale Botschaft in den letzten zehn Jahren war: Zivilisiert den Kapitalismus. Die Fehlentwicklungen, die Sie beklagen, sind aber offenbar von den Menschen durch den Gebrauch ihrer Freiheit so gewollt worden.

Nein, das glaube ich überhaupt nicht. Ich glaube, dass nie einer die Übertreibung will. Da muss man sehr, sehr, sehr maßvoll führen.

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Welche Art von Übertreibungen kritisieren Sie?

Eben dass man glaubt, der Staat soll Schulen unterhalten und Krankenhäuser bauen, ich aber soll produzieren und konsumieren. Nicht diese Übertreibung!

Marktwirtschaft heißt heute: jeder so viel er kann für sich selber. Unser Prinzip war früher das preußische: Alles, was du nur für dich tust, ist ganz unwichtig.

Wenn einer reich wird im kapitalistischen System und ehrlich bleibt, dann zahlt er ja auch seinen Anteil an Einkommensteuer ...

Dann ist das auch gut ...

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