Eva Strittmatter Morgens, abends

Eines Morgens siehst du: aus der Schonung wurde ein Wald.

Eines Abends begreifst du: diesen Sommer wurdest du alt.

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Dem Juniende sind schon Spuren von Herbst beigemischt.

Die langen langen Regen haben die Zeiten verwischt.

Die roten Rosen weinen und welken ohne Duft.

Würde die Sonne scheinen, röteten sie die Luft.

Eines Morgens siehst du das erste gilbende Blatt.

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