Event als Politikersatz, Chatroom statt Ortsverein

Die "Shell-Jugendstudie 2002"

Die Hilfsbereitschaft zahlloser Jugendlicher in der Flutkatastrophe zeigt: Junge Menschen sehnen sich danach, von der Gesellschaft gebraucht zu werden. Damit kann sich trösten, wer sich mit dem etwas düsteren Befund der Shell-Jugendstudie 2002 beschäftigt, die in dieser Woche vorgestellt wurde.

Denn die Studie weist so manchen Ausweg aus den langfristigen Problemen, welche sie beschreibt.

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Das politische Interesse der Deutschen unter 25 Jahren geht seit Jahren zurück

nur noch ein Drittel hält klassische Politik für wichtig, 70 Prozent stehen ihr gleichgültig bis distanziert gegenüber. Politisches Interesse und Verständnis werden hierzulande ebenso vererbt wie die Chancen im Schulsystem.

Sprich: Wen die Eltern nicht motivieren, der erhält auch in der Schule keinen politikfreundlichen Impuls.

Die Wertvorstellungen der Jugend haben sich verschoben, weg vom Sozialen, hin zum Privaten: Freundschaft und Familienleben gelten nach wie vor viel, im Übrigen herrscht ein Trend zu "leistungs-, macht- und anpassungsbezogenen Orientierungen". Fleiß und Ehrgeiz werden deutlich positiver bewertet als in der Vergangenheit

"tolles Aussehen, Markenkleidung, neues Handy" sind sehr wichtig. Nach "Karriere" streben gerade die jungen Frauen

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