Was auf den Tisch kommt
Convenience Food: Der Begriff steht für bequem und einfach zuzubereitende Nahrungsmittel. Immer mehr Menschen versuchen, Zeit und Arbeitskraft einzusparen. Tiefkühlkost, Fertiggerichte, Konserven und Mischsalate kommen dem entgegen. Imbissbuden, Tankstellenshops und Lieferservices treten neben dem Einzelhandel als Anbieter auf. Auch Convenience-Produkte können Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.
Functional Food: Dem Verbraucher wird neben der Nährstoffzufuhr ein Zusatznutzen versprochen, der der Erhaltung und Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens dient. Überdies sollen ernährungsbedingte Erkrankungen vermieden werden. Der größte Anteil dieser Produktgruppe entfällt auf Milchprodukte.
A-C-E: Eine Mixtur der antioxidativen Vitamine C, E und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A). Sie wird meist Fruchtsaftgetränken beigegeben. Tipp der Stiftung Warentest: "Versuchen Sie diese Mischung mit frischem Gemüse."
Probiotika: Sie sollen die natürliche Bakterienzusammensetzung im Dickdarm wieder ins Gleichgewicht bringen, sich positiv auf das Immunsystem auswirken und Dickdarmkrebs vorbeugen. Diese Bakterien werden in Jogurts, Fruchtsaftgetränken und Wurstwaren eingesetzt. Kommentar der Stiftung Warentest: "Ein normaler Jogurt tut es auch."
Präbiotika: Das sind Ballaststoffe, die das Wachstum von Milchsäurebakterien im Dickdarm fördern und so positive gesundheitliche Wirkungen erzielen sollen. Verarbeitet werden sie in Fertigdesserts, Milchprodukten und Brotaufstrichen. Der Nahrungsmittelchemiker Udo Pollmer: Bei manchen Menschen führen sie allerdings auch zu Blähungen, Völlegefühl, Darmgeräuschen und Durchfall.
Omega-3-Fettsäuren:
Sie sind in fettreichem Seefischsorten wie dem Lachs enthalten. Sie sollen beim Menschen den Cholesterinspiegel senken und das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Sie haben zudem eine schützende Wirkung auf Gehirnzellen. "In hohen Dosen", mahnt die Zeitschrift Verbraucher konkret, "beeinflussen sie jedoch die Blutgerinnung und können zu spontanen Blutungen führen."
- Datum 22.08.2002 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 35/2002
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