Stimmt’s? Eiskalt berechnet

Leere Kühltruhen verbrauchen mehr Strom als volle. Stimmt’s? Walter Kleindienst, Göttingen

Halten wir erst mal fest: Wir reden nicht vom Einfrieren - das verbraucht mit Abstand die meiste Energie. Wir stellen uns zwei Kühltruhen vor, die eine bis zum Rand mit Gefrorenem gefüllt, die andere leer. Es muss also nur die "einsickernde" Wärme wieder herausgeschafft werden. Welche Truhe verbraucht mehr?

Fall 1: Der Deckel bleibt stets geschlossen. Dann ist der Verbrauch im Wesentlichen der gleiche. Lothar Litz von der Universität Kaiserslautern erklärt uns, dass für den Energieverbrauch nur drei Größen maßgeblich sind: die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen, die Oberfläche der Truhe und die Qualität der Isolation. "Unerheblich ist dabei, was sich in der Truhe befindet."

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Fall 2: Wir machen öfter mal den Deckel auf und werfen einen neugierigen Blick hinein. Dann kommt in die leere Kühltruhe viel mehr warme Umgebungsluft als in die volle, und die muss erst einmal heruntergekühlt werden. Zwar kostet das für 100 Liter Luft nur so viel Energie wie für acht Kubikzentimeter Wasser, aber es macht etwas aus. Die leere Truhe verbraucht also mehr! Und weil warme Luft mehr Wasser fasst als kalte, schlägt sich in der leeren Truhe eher ein "Eispelz" nieder, der die Wirkung des Kühlaggregats beeinträchtigt. Christoph Drösser

Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das »Stimmt’s?«-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Audio: www.zeit.de/audio

 
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    • Serie Stimmt's
    • Quelle (c) DIE ZEIT 36/2002
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    • Schlagworte Energieverbrauch | Göttingen | Hamburg
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