Frau Kaiser sieht fern vom 29. 8. bis 4. 9.

Der Tag des Terrors - Anschlag aus heiterem Himmel Fr., ARD, 21.45 Uhr

Der Jahrestag des 11. September steht vor der Tür. Zu diesem Anlass gibt es weit mehr Katastrophenbilder zu sehen, als Sendungstitel in diese Spalte passen würden. Die Menge macht das Gift. Was schrecklich ist, wird durch Wiederholung grotesk. Aus Anteilnahme wird Attitüde. Nichts gegen Dokus wie die hier beispielhaft genannte - nur gegen den TV-Overkill. Frau Kaiser rät: Warten Sie bis zum Jahrestag, und sehen Sie sich den CBS-Film von Gédéon und Jules Naudet an (ARD). Die beiden Franzosen drehten gerade eine Reportage über einen jungen New Yorker Feuerwehrmann, als es zur Katastrophe kam. Mehr dazu nächste Woche.

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Das Strafgericht und Das Familiengericht ab Mo., RTL, 14 u. 15 Uhr

Anfangs noch mit harmlosen Fällen wie Nachbarschaftsstreiteren befasst, widmen sich die Gerichtsshows des Privat-TV längst Vergewaltigungen, Bigamie, Satanismus - allem, was Quote macht. Als gäbe es nicht schon zu viel von diesem Trash-TV, startet RTL zwei neue Schnellgerichte: Es geht um schmutzige Wäsche (Familiengericht) und

schwere Fälle (Schwurgericht). Machten sich einst in den berüchtigten Nachmittagstalks vorwiegend Ungebildete lächerlich, plustern sich in den Schauprozessen leibhaftige Richter auf. Lange dauert der TV-Hype nicht mehr.

Kriegen die dann ihre alten Jobs zurück? Mein Vertrauen in den Berufsstand ist erschüttert.

Sex and the City und Coupling, dienstags, Pro Sieben, 21.45 Uhr

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