Kaffee: Zu viel für Briten
Schwarzen Tee mit einem Tröpfchen Milch? Von wegen. Aggressives Marketing machte die Briten innerhalb weniger Jahre zu begeisterten Besuchern von Coffeeshops. So entstand eine Kaffeeschänke nach der anderen, allein in London gibt es inzwischen an die 2000. Das allerdings sind offenbar doch zu viel. Nach Jahren der Expansion scheint der Markt zunehmend gesättigt. Das erste Opfer der Überdosis Koffein ist Coffee Republic. Die Kaffeekette machte im vergangenen Geschäftsjahr 7,5 Millionen Pfund Verlust jetzt häufen sich die Übernahmegerüchte. Mark Hughes von Numis Securities in London führt den drohenden Untergang von Coffee Republic auf die dominante Stellung des Rivalen Starbucks zurück. "Starbucks ist der McDonald's des Kaffeemarktes."
Die EasyGroup (EasyJet, EasyCar) des griechischen Unternehmers Stelios Haji-Ioannou hat bereits ihr Interesse an Coffee Republic angemeldet.
Allerdings ist Stelios nicht am Kaffee interessiert, sondern an den Mietverträgen für die 108 Filialen in London. Dort will er seine Internetcafé-Kette EasyEverything unterbringen. Damit bleibt der Markt für Latte Macchiato den drei großen überlassen: Starbucks, Costa und Caffè Nero.
jfj
- Datum 29.08.2002 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 36/2002
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