Kritik in Kürze

Werner Bartens/Martin Halter/Rudolf Walther: Letztes Lexikon

Eichborn Verlag, Frankfurt a. M. 2002

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330 S., 27,50 e. - Rudi Schweikert: Das gewandelte Lexikon. Zu Karl Mays und Arno Schmidts produktivem Umgang mit Nachschlagewerken

Verlagsbuchhandlung Bangert und Metzler

272 S., 33,- e

ISBN 3924147507

So dürr die Welt der Enzyklopädien wirkt, Genies wie Thomas Mann nutzen diese Trockenmasse, um ihre Schöpfungen zu bereichern. So versah er in seinem Doktor Faustus Adrian Leverkühns fiktive Heimatstadt mit einer Identität aus Meyers Konversationslexikon und scheute sich auch nicht, ganze Passagen dieser Gebrauchsprosa unbearbeitet in seine Werke zu integrieren. Weiter gingen, wie Rudi Schweikert akribisch beweist, Karl May und Arno Schmidt, jener bezog Fremdsprachen- und Geografiekenntnisse daraus, dieser fand Inspiration für seine Geschichten in Pierers Konversationslexikon.

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