Teure Irrfahrt

Ursprünglich wollte Stephan Biermann Geld sparen. Also übernahm der selbstständige Web-Designer den fast neuen Mazda 626 seiner in Deutschland lebenden Eltern zum Freundschaftspreis von 7000 Euro. Um das Auto in seine Wahlheimat Madrid zu überführen, erkundigte sich der 37-jährige Deutsche beim ADAC. Der riet zum offiziellen Export. Ein übler Fehler.

Der Ärger fing bei der deutschen Kraftfahrzeugzulassungsstelle an, die mehr als zwei Wochen brauchte, um alle Papiere auszustellen. Nach der Ankunft in Spanien ging der Ärger erst richtig los. Biermanns Mazda-Modell wird auf der Iberischen Halbinsel nicht mit der gleichen Ausstattung vertrieben, also fand er nur mit viel Mühe einen Versicherer. Dann kam die nächste Hürde: der spanische TÜV. Für den brauchte er eine technische Bescheinigung des Herstellers - trotz aller Nachfragen hatte ihm das vor der Ausfuhr niemand mitgeteilt. Schließlich wurde auch noch die Importsteuer fällig, im Fall von Biermann satte 280 Euro, und eine Spezialsteuer für mittelgroße bis große Importautos, die vom Alter des Fahrzeugs abhängt: noch einmal 840 Euro.

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Ergebnis: Stephan Biermann legte auf den vermeintlichen Schnäppchenpreis rund 1700 Euro drauf, plus weitere 300 Euro für die Überführung. "Bei all dem Ärger und den Kosten hätte ich besser hier in Madrid ein Auto gekauft", sagt Biermann heute. scm

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 36/2002
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    • Schlagworte Mazda | ADAC | Spanien | Euro | Madrid
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