WER BEI DEM SPIEL

Wer bei dem Spiel "Berufe raten" gewinnen will, sollte sich einen Job ausdenken, auf den die Mitspieler nicht so schnell kommen. Formel-1-Pilot ist da keine so gute Wahl

genauso wenig wie Friseur, Popstar, Prostituierte oder Fußballer. Hervorragende Siegeschancen hat man dagegen mit dem Kulturmanager.

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Denn den entlarvt so schnell niemand. Schreibt keine Bücher, kann nicht schauspielern, singt nicht, malt nicht

kurz: Er ist kein Künstler, hat aber ständig mit Kunst und Kultur zu tun und ist sehr kreativ - was ist das nur für ein Beruf? Diese Frage versucht auch Karriereziel Kulturmanagement zu beantworten. Eine schwierige Aufgabe: Grundsätzlich sind Kulturmanager Bindeglieder zwischen kultureller und ökonomischer Sphäre, Strippenzieher, Vermittler, Organisatoren

Generalisten mit Schnittstellenkompetenz, die dafür zuständig sind, die Rahmenbedingungen fürs kulturelle Geschehen zu schaffen. Viel mehr lässt sich über diesen Job allgemein jedoch nicht sagen, denn das konkrete Berufsbild variiert je nach Arbeitsbereich stark. Das Buch konzentriert sich dann auch in erster Linie darauf, die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Kulturmanagern vorzustellen. Nach einem Überblick über die Studiengänge im deutschsprachigen Raum folgen Erfahrungsberichte von Profis, unter anderem aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring

beleuchtet wird die Arbeit in der Musikbranche, in Buchverlagen, auf dem Kunstmarkt und am Theater. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem juristischen Fachwissen, das viele Kulturmanager benötigen. Die Lektüre bietet einen praxisnahen, facettenreichen Überblick für Quereinsteiger und Studieninteressierte - deren Interesse allerdings so stark sein sollte, dass sie sich auch durch einige weniger flüssig geschriebene Beiträge nicht abschrecken lassen. Noch ein Tipp für "Berufe-Rater": In der Regel ist der Kulturmanager eine Kulturmanagerin.

Klaus Siebenhaar (Hrsg.):

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