Wo bleibt die Quellenkritik?
Thomas Kleine-Brockhoff: "Unbeugsame Gutgläubigkeit", ZEIT Nr. 34
In Ihrem Artikel fehlt mir die Hinterfragung der israelischen Quellen.
Aus der Vergangenheit schließlich weiß man, dass die Geheimdienste Israels über ein effektives Netz der Informationsbeschaffung verfügen ebenso wie über eine sehr restriktive und zweckgesteuerte Weiterleitung derselben.
Angesichts von Täuschungsmanövern in der Vergangenheit finde ich es durchaus angemessen und notwendig, wenn die EU sich eigene Informationen zu beschaffen sucht. Niemand wird es dem jungen Staat Israel verübeln, mit allen Mitteln an der Propagandafront zu arbeiten - es sollte aber auch nicht daran hindern, ebenfalls mit allen Mitteln nach der Wahrheit zu forschen und gemäß diesen eigenen Erkenntnissen zu handeln.
Sven Böckmann, Lohbarbek
- Datum 29.08.2002 - 14:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 36/2002
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