Die Bundesbank bemüht sich stetig um die korrekte wirtschaftspolitische Einstellung im Lande. Dazu veröffentlicht sie jede Woche das Heft Auszüge aus Presseartikeln mit wichtigen Kommentaren zu geld- und währungspolitischen sowie aufsichtsrechtlichen Themen. Doch wichtig ist offenbar nur, wer die konservativen Ansichten der Bundesbank-Spitze teilt: bedingungslose Inflationsbekämpfung, mehr Marktwirtschaft, weniger Staatsverschuldung. Vom Pro und Contra zum Stabilitätspakt (ZEIT Nr. 24/02) wurde nur das Pro abgedruckt. Dabei liegt der Charme dieses Formates gerade in der Polarität der jeweiligen Argumentation. Der Leser soll sich aus beiden Elementen eine Meinung bilden. So viel Vertrauen in ihre Leserschaft hat die Bundesbank offenbar nicht.