Der KrahlSeite 7/7

In Hannover wird er beerdigt, im Familiengrab. Gleich danach treffen sich 100 Genossen vom SDS in der Technischen Universität. Viel zu sagen haben sie sich nicht mehr, sind sich aber einig, dass der Verband aufgelöst werden soll.

Es war das Ende vom Anfang. Das Ende eines Aufbruchs, der schließlich in wirrem Sektengezänk und Terror verkam. Und dennoch weiterwirkte - als historischer Akt, als Bruch einer akademischen Elite mit der westdeutschen Muff-Republik, mit der Nachkriegszeit, mit Ludendorffbund und tausendjähriger Untertanenmentalität. Seltsam nur, dass dies heute wieder so schreckt.

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Der Autor war von 1968 bis 2001 Professor für Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der FU Berlin. Gerade ist im Karl Blessing Verlag, München, sein neues Buch erschienen: "Die verspielte Revolution - 1968 und die Folgen" (349 S., 21,90 e)

 
Leser-Kommentare
  1. ... es ist beklemmend, wie aktuell dieser Artikel heute ist, fast 10 Jahre nachdem er verfaßt wurde.
    Einen Dank an "die Zeit", daß sie ihr Archiv offen hält und Verlinkungen zuläßt, die es erlauben die Schätze der Vergangenheit zu besichtigen und zu nutzen.

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