Auf ein WortSeite 4/4

Wir fragen eine Dame mit Schnurrbart an der Sicherheitskontrolle im Foyer des Hochhauses, ob sie uns sagen könne, was mit der Liberianischen Botschaft los sei. Verschwörerisch erzählt uns die Wachfrau, dass die Liberianische Botschaft seit Monaten keinen Strom mehr bezahlt habe und deshalb geschlossen sei.

Nach der gescheiterten Liberia-Mission begeben wir uns nach Swasiland. In dessen Botschaft werden wir von einem Diplomaten über die genaue Prozedur informiert: Der zweite Botschafter verspricht uns, den ersten Botschafter um Erlaubnis für ein Wort auf Swasi zu bitten. Jener erste Botschafter würde sich dann mit dem Minister von Swasiland in Verbindung setzen, der Minister schließlich den König um Erlaubnis zur Wortstiftung bitten. Sollte der König unsere Anfrage genehmigen, könnten wir wiederkommen und unser Wort abholen.

Von Swasiland vertröstet, begeben wir uns zur Slowakischen Botschaft. Dort fragen wir einen gut aussehenden Herrn in grauem Anzug nach einem Begriff mit symbolischer Bedeutung für die Slowakische Republik. Schweigen erfüllt den Raum.

Wir fragen nach einem persönlichen Lieblingswort. Er hat keins. Auf den Fotos im Wartesaal wird die Slowakei von dichtem Nebel verschluckt. Und schließlich erfahren wir: Nebel heißt auf Slowakisch hmla.

Für heute genug. Die Bilanz eines Suchtages: drei Kontinente, fünf Länder, zehn Sprachen. Auch Wortsucherinnen machen mal Feierabend - beziehungsweise ohirakinisuru, rusttija na het werk, az ünnep elöesteje, paydos, fyraben oder auch fyraften.

Nähere Informationen zu word search unter: www.moment-art.de

 
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