In der Krise hat die Jugend keine Chance, da zählt allein das Bewährte.

Das ist bei der HypoVereinsbank (HVB) nicht anders als etwa bei der Deutschen Telekom. Dieter Rampl, 55 und seit 27 Jahren im Dienste des Münchner Kreditinstituts, wird im Mai kommenden Jahres den Posten des Vorstandssprechers übernehmen. Rampl beerbt Albrecht Schmidt (64), der seit 1990 die Geschicke der Bank leitet. Ursprünglich stand Schmidt an der Spitze der Vereinsbank, die 1998 mit der Bayerischen Hypo zur HVB fusionierte.

Ohne großen Krach hat Rampl seine Mitfavoriten um den Spitzenposten, die intern als "die Jungstars" tituliert werden, aus dem Rennen geworfen. Stefan Jentzsch (41) und Stephan Bub (44) fügten sich brav ihrem Schicksal, wie Insider berichten. Dafür sollen sie mächtigere Bereiche als bislang verantworten. Außerdem hätten sie in Rampl auch einen teamfähigen Chef, der ihnen genug Luft lassen werde, heißt es. Und: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Für die Nachfolge Rampls sind die beiden Hoffnungsträger noch jung genug.