Der deutsche Panzergeneral errötet nicht. Es sei denn, man erinnert ihn an jene unseligen (noch CDU-regierten!) Zeiten, da der Bundeswehr sogar das Geld für Übungsmunition fehlte, mit der Folge, dass nach erfolgtem Schießbefehl im Manöver die Wirkung desselben durch "Bumm"-Rufe speziell abkommandierter Gefreiter simuliert wurde.

Entsprechend tief dürfte die Genugtuung der Generalität über folgende Verlustmeldung des britischen Heeres gewesen sein: "Wenn jemand einen fliegenden Panzer gesehen hat, möge er sich bitte mit uns in Verbindung setzen. Wir hätten ihn gerne zurück." Denn wer hinter dieser lakonischen Mitteilung einen Durchbruch der Wehrtechnik, gar die Lebensrettung einer mit wachsendem Nachdruck totgesagten Waffengattung erhoffte, wurde eines Besseren belehrt: Es handelte sich um eine aufblasbare Attrappe zu Übungszwecken, die vom Orkan des vergangenen Wochenendes aus der Verankerung gerissen wurde und über die walisischen Berge davonschwebte.

Doch birgt nicht dieses Missgeschick - jenseits denkbarer, aber unwürdiger Rückschlüsse auf verschleierte finanzielle Engpässe bei befreundeten Streitkräften - auch Lehren? Was dieser lightware an Kampfkraft naturgemäß fehlt, würde sie an Verlegefähigkeit mehr als wettmachen. Kosten: minim.

Winkt hier womöglich ein "deutscher Weg" aus den chronischen Transportproblemen der Bundeswehr - und die Ehrenrettung des Panzergenerals?