Die Kunst des lupenreinen Dieselns

Motorenruß gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen. Dennoch lehnt die deutsche Autoindustrie Rußfilter ab

Laut WHO Gesundheitsreport 2002 sterben pro Jahr ca. 100.000 Menschen in Europa an den Folgen eingeatmeter Schadstoffe. Dabei handelt es sich vorwiegend um Feinstäube, die insbesondere von Dieselmotoren produziert werden. Diese feinen Rußpartikel sind dermaßen winzig (sie sind bis zu 2000 mal kleiner als die Dicke eines menschliches Haares), dass sie tief in das Lungengewebe und sogar ins Blut gelangen können. Sie verursachen eine Fülle gesundheitlicher Schäden, die häufig auf chronischen Entzündungen beruhen. Umweltmediziner plädieren daher für den Einsatz von Rußfiltern bei Dieselmotoren. Das sehen auch viele Umweltverbände und selbst der ADAC so. Experten fordern auch eine Reform des deutschen Messnetzes für Luftschadstoffe und auch der Abgasnormen.

[Zum Artikel]

 
Service