Olfaktorische Hinterlist.

Nicht alle Blumen locken die sie bestäubenden Insekten mit prächtig duftenden Blüten an. Manche verströmen auch statt Honigduft den Aasgeruch eines Tierkadavers. Wie täuschend echt Pflanzen den Geruch von totem Tier nachahmen können, haben italienische und schwedische Biologen an der Aasblume Helicodiceros muscivorus untersucht. Diese Pflanze, die im Englischen auf den schönen Namen "Pferdekadaver-Aronstab" hört, stänkert auf kleinen Inseln vor den Küsten Sardiniens, Korsikas und Mallorcas. Die Zusammensetzung ihres Duftstoffes ist dem eines Kadavers so ähnlich, dass selbst im Gas-Chromatografen kaum ein Unterschied zu entdecken ist. Angelockte Aasfliegen helfen somit unfreiwillig beim Bestäuben - ein "schlagendes Beispiel für evolutionäre List", schreiben die Forscher (Nature, Bd. 420, S.

625).

Strahlend in die U-Bahn.

Patienten, die mit radioaktiven Substanzen behandelt wurden, können in der New Yorker U-Bahn Probleme bekommen. Zweimal sei einer ihrer Patienten von der Terrorismus-Task-Force abgefangen worden, weil er nach einer Behandlung mit radioaktivem Jod zu stark strahlte, berichten zwei New Yorker Ärzte.

(Jama, Bd. 288, S. 2687). Künftig sollen Patienten einen Brief der Klinik bei sich tragen, der die Art der Strahlung und deren Halbwertszeit erklärt sowie die Telefonnummer eines rund um die Uhr erreichbaren Arztes nennt. Wer nicht ständig aufgehalten werden möchte, sollte den öffentlichen Nahverkehr am besten meiden, raten die Ärzte.

Gebrannte Armee.