Ab 2004 werden die ersten Patente für gentechnisch hergestellte Medikamente auslaufen und schon stehen diverse Firmen in den Startlöchern, um diese Arzneien als Biogenerika zu kopieren. Der holländische Mikrobiologe Huub Schellekens warnt jedoch davor, dass diese Produkte nicht immer mit dem Originalpräparat identisch sind, auch wenn die verschiedenen Hersteller sie genau gleich produzieren, d.h. dasselbe Gen und dieselben Zellen verwenden. Während der Herstellung von Biogenerika kann es nämlich zu Veränderungen der biologischen Eigenschaften des Medikaments kommen, was zur Folge hat, dass unerwartete Nebenwirkungen auftreten können. Es stellt sich die Frage, ob hier die Zulassung noch stärker unter die Lupe genommen werden muß als bei herkömmlichen Pharmaprodukten.[Zum Artikel]