Im Kassenhäuschen brummt ein kleiner Elektro-Ofen. "Damit die Füße nicht kalt werden. Das ist das Schlimmste", sagt Günter Lorenz. Sein Atem dampft in der eisigen Lagerhalle des Bierspezis in Hamburg. Lorenz verkauft Getränke: mehr als 300 Sorten Wein, mehr als 150 Marken Bier. Dosen aber wird er von Januar an nicht mehr verkaufen. "Alles Einwegmaterial kommt Anfang des Jahre raus aus unserem Sortiment", sagt Lorenz.

Der Fachhandel reagiert auf die Einführung des Dosenpfands.

"Rücknahmeapparate kosten um die 11 000 Euro, das kann sich doch keiner leisten", schimpft der Bierspezi-Geschäftsführer. Lorenz hat zwar alles unterschrieben, damit das Dosenpfand nicht kommt, aber am Ende ist es wie immer: "Die Kleinen sind die Verlierer."

Auch wenn der 54-Jährige künftig nur noch Mehrwegverpackungen anbietet, hofft er, dass die Dosenfreunde nicht wegbleiben, sondern eben auch Flaschen kaufen. Der Bierspezi steht noch relativ gut da. Die 1,7 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt er nur zu einem geringen Teil mit Dosen.