Richard Perle gibt offen zu, dass die USA fest entschlossen sind, einen Krieg gegen den Irak zu beginnen, unabhängig vom Ergebnis der Waffeninspektionen. Seine Definition von demokratischen Staaten hat mich jedoch amüsiert, da sie eindeutig die USA als undemokratisch hinstellt, meint er doch, dass "Demokratien keine Kriege beginnen und keine Massenvernichtungswaffen horten".

Claudia Raichle, Ulm

Das Interview mit Richard Perle schließt mit seiner Feststellung, er wisse nicht, ob sich die USA noch in irgendeiner Sache auf Deutschland verlassen können.

Diese Bemerkung ehrt uns Deutsche. Werden wir damit Gott sei Dank nicht zu Komplizen der amerikanischen Regierung, die - das zeigen uns die Aussagen von Mister Perle überdeutlich - überhaupt keine Chance sieht und auch gar nicht sehen will, den Krieg mit dem Irak zu verhindern. Die USA wollen den Krieg, sie wollen den Zugriff auf die Ölfelder im Irak.

Hans Schwinger Schwebheim

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sowie die wirtschaftliche Lage beider Länder mögen jetzt schwierig sein, aber an bestimmten Tatsachen in den zwischenstaatlichen Beziehungen kann das nichts ändern:

1. Die Bundesrepublik war und ist Amerikas bester Freund. In den Jahren der Teilung und der Gefahr eines nuklearen Krieges haben deutsche Kanzler und deutsche Parlamente sich als verantwortungsvolle und verlässliche Partner der USA erwiesen.