In der ZEIT vom 5. Dezember beschrieb Franziska K. Müller das beim FC Basel höchst erfolgreich Fußball spielende Brüderpaar Murat und Hakan Yakin – unter besonderer Berücksichtigung des engen Verhältnisses beider Spieler zu ihrer Mutter. Kaum war der Text gedruckt, war die Erfolgsstory der türkischstämmigen Schweizer beendet: Erst setzte es eine 1:2-Heimniederlage gegen den Erzrivalen aus Zürich, dann kam man in Turin mit 1:4 unter die Räder. In der vorigen Woche jedoch sollte für Murat, den älteren der Brüder, ein Highlight das Jahr beschließen: Er spielte mit der Weltauswahl zum 100. Geburtstag der "Königlichen" bei Real Madrid. Dabei, so Yakin, habe er "erstmals in meinem Leben" einen Kollegen um ein Autogramm gebeten: Paolo Maldini vom AC Mailand. Er fügte an: "Ich habe es für einen guten Freund getan." Da wird der Yakin-Kenner hellhörig. Vermutlich handelte es sich um einen jener Herzenswünsche der Mama, welche die Söhne stets zu erfüllen haben.