Doris Gercke: Bella Ciao

Ullstein Verlag, München 2002

302 S., 20,- e

Die Front gegen Ronald Barnabas Schill und seine rechtspopulistischen Politprovokationen steht nirgendwo fester als unter den Hamburger Krimiautoren. "Siegeszug der Gewalt, Niederlage der Vernunft, Niederlage aller Emanzipationsbestrebungen", diagnostiziert Bella Block nach dem 11.

September die Lage, und nun plagen sie noch der "erbärmliche Senat" und das Älterwerden. Bella denkt ernsthaft ans Abdanken. Der letzte Roman mit der Wodka, Lyrik und weibliches Aufbegehren liebenden Kommissarin ist einer der spannendsten und geschlossensten der auf elf Titel angewachsenen Serie.

Bellas Haus wird abgebrannt, eine junge Frau treibt tot an den Landungsbrücken, ihre Freundinnen planen den ultimativen Protestschlag gegen die Hamburger Rüstungsindustrie. Am Ende geht Bella in die Luft.

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