Prima Idee, oder wie wir Franzosen sagen: bonne idée. Pünktlich zum 40.

Jahrestag des Elysée-Vertrages zaubern die beiden großen Freunde Jacques und Gerd ein Kaninchen aus dem Zylinder, das wir längst verschieden wähnten: die doppelte Staatsbürgerschaft, la double nationalité. Nein, nicht um die Deutschtürken geht es diesmal wie anno 99, sondern um uns Neu-Franzosen, die - Schüleraustausch und Jugendwerk sei Dank - auf Baguette und Bordeaux mittlerweile mehr abfahren als auf Blut und Boden.

Zwei Erzfreunde tauschen die Pässe: eine prima Idee und vielleicht ein Modell für die Zukunft. Statt quälend langer Debatten über Staatsbürgerschaft und Einwanderungsgesetz schließen wir einfach bilaterale Verträge: Dänen könnten Deutsche, Deutsche könnten Polen werden. Und wer darauf besteht, dürfte sogar einen österreichischen Pass zusätzlich beantragen. Besser als die doppelte wäre nur noch eine rotierende Staatsbürgerschaft: heute Grieche, morgen Schwede, übermorgen Portugiese. Ottima idea, wie wir Italiener sagen.