Politische Hintergedanken weist Mahmoud Hinnaui von sich. Doch der Geschäftsführer der Hamburger Importfirma IPM wittert dennoch enormes Potenzial für sein neues Produkt. Für Mecca Cola, eine süße, koffeinhaltige Limonade aus Frankreich, sei neben Coca-Cola noch "genug Platz", meint der gebürtige Syrer mit abgebrochenem Medizinstudium. Allein in den letzten Tagen hätten ihn 150 Kunden um Ware gebeten. Türkische Lebensmittelhändler, aber auch ein Galerist seien unter ihnen. Die nach der heiligen Stadt benannte Brause ist in Frankreich erfolgreich und transportiert auf dem Etikett sehr wohl einen politischen Anspruch. "Trink nicht mehr idiotisch, trink engagiert" steht da auf Französisch und Arabisch zu lesen. Von den Erlösen sollen "10 Prozent für Palästina und 10 Prozent für die europäischen Stiftungen" abgezweigt werden. Ob sein Lieferant und Mecca-Cola-Erfinder, Tawfik Mathlouti, der in Paris lebt, das Versprechen auf den Etiketten der "engagierten Brause" auch einhält, weiß Importeur Hinnaui nicht.