They fuck you up, your mum and dad.
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they had
And add some extra, just for you.

But they were fucked up in their turn
By fools in old-style hats and coats,
Who half the time were soppy-stern
And half at one another’s throats.

Man hands on misery to man.
It deepens like a coastal shelf.
Get out as early as you can,
And don’t have any kids yourself.

Der Dichter Philip Larkin hat dieses Gedicht geschrieben. Er spricht über die Alten, die ihre Kinder verderben, weil sie einst verdorben wurden, über das gemeine, hilflose, blöde Erziehergesindel, das weitergibt, was es empfing, über die Gleichförmigkeit, mit der das Unheil über die Generationen kommt. Und am Ende sagt er: Mach dich davon, so früh du kannst, und krieg bloß selber keine Kinder.

Tja. Demnächst treffen wir uns, ich und die anderen, die sich nicht davongemacht haben. Der erste Elternabend steht bevor. Lange war die Schule aus, nun fängt sie wieder an. Ich komme nur durch eine andere Tür ins Gebäude zurück.

Ich komme in einem anderen Kostüm und mit leicht hängenden Gesichtszügen. Bislang hatten meine öffentlichen Auftritte bloß Folgen für mich selbst, jetzt haftet das Söhnchen mit, und ich bin sein langer Zerrschatten. Auch das ist nicht leicht zu verdauen: Die Lehrer sind jetzt jünger als ich und haben immer noch Macht über mich. Sie stehen rüttelnd am großen Sieb und entscheiden, wo welches Kind landen wird.

Die Pisa-Studie hat die Stimmung verdorben: Wir haben’s verbockt, nun müssen wir dringend finnischer werden. Ältere Freunde, die man als Scouts vorgeschickt hat, erzählen Geschichten von aggressiven Elternabenden, auf denen die Alten um die Poleposition kämpfen, die ihr Kind im Klassenzimmer einnehmen soll. An neuen Hierarchien wird schon gebastelt. Hört der Kampf nie auf? Zurück im Feindesland der Alten, und ich habe Angst, dass alle anderen das Erwachsensein besser spielen als ich selbst.