Ölwechsel. Das Ende des Erdölzeitalters und die Weichenstellung für die Zukunft

hrsg. v. Global Challenges Network

Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2002

260 S., 15,- e

Erdöl ist ein endlicher, ein umkämpfter Rohstoff, das weiß gegenwärtig jeder.

Man darf also gespannt sein, wenn nun während des Irak-Konflikts eine Studie der renommierten nichtstaatlichen internationalen Organisation Global Challenges Network diese Endlichkeit zum Thema hat und gleichzeitig im Untertitel andeutet, Perspektiven für die Zeit nach dem Öl zu offerieren. Am Ende aber ist man dennoch enttäuscht.

Dabei hätte einen das Inhaltsverzeichnis gleich stutzig machen müssen: Geologie, Politik, Die aktuelle Debatte, Strukturbruch, so heißen die Überschriften der einzelnen Kapitel. Worauf läuft das hinaus? Auf eine Abhandlung über die Entstehung von Erdöl - damit befassen sich die ersten 20 Seiten. Auf eine Analyse der noch vorhandenen Ressourcen - doch diese Analyse hätte um die Hälfte kürzer ausfallen können. Denn die Kernthese des Buches, dass der Höhepunkt der Erdölproduktion weltweit bereits vor ungefähr 20 Jahren überschritten wurde, muss nicht auf 90 Seiten entfaltet werden. Die detaillierte Auflistung der Erdölreserven in den jeweiligen Förderländern erschwert die Lektüre unnötig.