Offensichtlich gilt es nicht als sonderlich attraktiv, die Arbeit eines Ministers an die Öffentlichkeit zu bringen. Monatelang suchte Finanzminister Hans Eichel einen Nachfolger (oder eine Nachfolgerin) für seine Sprecherin Maria Heider, die zum 1. Februar an die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU wechselt. Eine zwischenzeitlich ausgesuchte Journalistin trat letztlich nicht an, jetzt geht der höchst anspruchsvolle Job an Jörg Müller, bisher Nummer zwei unter den Sprechern.

Der PR-Mann Klaus-Peter Schmidt-Deguelle bleibt - entgegen anders lautenden Berichten - Berater von Eichel, dem er aus Wiesbadener Tagen verbunden ist.

Noch nicht fündig geworden ist dagegen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.

Der Posten seines Pressesprechers ist immer noch nicht besetzt. Gegenwärtig bemühen sich gerade mal zwei Mitarbeiter, die Medien mit Informationen zu versorgen. Ein schier aussichtsloses Unterfangen, wenn man bedenkt, dass mit Clements Amtsantritt zur Wirtschaftspolitik der weite Bereich der Arbeitsmarktpolitik hinzugekommen ist und das Ministerium statt bisher acht jetzt zwölf Abteilungen umfasst.