Surfen ohne Atomkraft.

Früher war es schick, einen "Atomkraft - Nein Danke"-Button zu tragen. Heute gibt es die atomkraftfreie E-Mail-Adresse von Greenpeace. Gemeinsam mit einem Internet-Provider bietet die Organisation Server an, die ohne Atomstrom betrieben werden. Das Web werde im Jahr 2010 eine Strommenge verbrauchen, die der Jahresproduktion von drei Kernkraftwerken entspreche, behaupten die Initiatoren. Die atomkraftfreie Internet-Adresse könne radioaktiven Müll vermeiden helfen. Wer mitmacht, darf auf seiner Website ein entsprechendes Logo platzieren. Beim Verschicken von E-Mails ist allerdings Vorsicht geboten: Unterwegs müssen sie auch ökologisch unkorrekte Datenleitungen passieren.

Gebeamtes Licht.

Pünktlich zum Kinostart von Star Trek haben Schweizer Physiker einen neuen Rekord beim Beamen aufgestellt. Sie teleportierten ein Lichtteilchen (Photon) durch eine zwei Kilometer lange Glasfaser. Anders als im Kino wird dabei weder Energie noch Materie übertragen. Die Forscher beamen nur die Informationen über die Polarisation des Photons. Am Ziel werden die Polarisationseigenschaften auf ein zweites Photon übertragen, das dann nicht mehr vom ursprünglichen Teilchen zu unterscheiden ist (Nature, Bd. 421, S.

509). Möglicherweise könnte die Technik eines Tages dazu genutzt werden, geheime Nachrichten zu übertragen. Das Beamen von Menschen bleibt indes auf die Leinwand beschränkt.

Insekten außer Atem.

Insekten haben keine Lungen, sie nehmen Sauerstoff durch ein System innerer Röhren (Trachäen) auf. Bisher hielten Forscher dies für einen langsamen, kontinuierlichen Vorgang. Mark Westneat vom Field Museum (Chicago) und Kollegen durchleuchteten nun Käfer, Grillen und Ameisen mit der Röntgenstrahlung eines Teilchenbeschleunigers und sahen, wie sich ihre Trachäen ähnlich wie menschliche Lungen in schneller Folge erweiterten und zusammenzogen. Die Tiere tauschten pro Sekunde etwa die Hälfte der Luft in ihrem Atmungstrakt aus, was der Rate bei Menschen unter mäßiger körperlicher Anstrengung entspricht (Science, Bd. 229, S. 558).