[Abstract] Im Göttinger Primatenzentrum werden Spitzhörnchen (Tupaias) unter sozialen Dauerstress gesetzt. Dabei ändert sich nicht nur ihr Verhalten, das Parallen zu demjenigen depressiver Menschen zeigt, es ändern sich auch Hormonhaushalt und Gehirnstruktur. Die Göttinger Forscher haben zum Beispiel festgestellt, dass das Hippocampusvolumen durch die psychische Dauerbelastung um 10 % schrumpfen kann. Eine Regeneration des Gehirns, sprich die Produktion neuer Nervenzellen, die für die Funktions- und Lernfähigkeit des Hirns notwendig ist, wird somit unterdrückt. Durch die Verabreichung von Antidepressiva setzt das Wachstum der Neuronen jedoch wieder ein. Auch die Depressions-Symptome bessern sich.[Zum Artikel]