abstract Ein Schutzschild gegen Pest und Pocken

In den USA wächst die Angst vor Bioterrorismus. Präsident Bush stemmt sich mit einem Milliardenprogramm gegen die Gefahr

[Abstract] Die USA, Russland und ca. 15 weitere Staaten - so vermuten Geheimdienste - verfügen noch über gefährliche Virenvorräte. Experten sehen zum Beispiel in Pockenviren eine größere Bedrohung als in Nuklearwaffen. Doch bei Militärs stoßen Biowaffen auf keine große Begeisterung, denn die Erreger seien nicht zu kontrollieren und könnten schließlich auch eigene Truppen befallen. Sie sind eher ein Mittel des Terrorismus, um die Massen in große Panik zu versetzen. Seit bekannt wurde, dass die Attentäter vom 11. September sich auch für Kleinflugzeuge zum Versprühen von Unkrautvernichtungsmitteln interessierten, ist die Angst der Amerikaner vor einem Bioanschlag groß. Daher hat die US-Regierung in den nächsten zwei Jahren 11 Milliarden Dollar für die Bioabwehr vorgesehen, das Gesundheitsbudget zur Bioterrorbekämpfung hat sie bereits 2002 verzehnfacht. Die Zahl der Labors der Centers for Disease Control wird im nächsten Jahr verdoppelt und ein Zentrum für biologische Anti-Terrorforschung ist geplant. Knapp ein Drittel des Etats fließt in neue Computer- und Überwachungssysteme, die die Anzeichen einer Epedemie rechtzeitig erkennen sollen.

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  • Quelle (c) DIE ZEIT 08/2003
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