"Wegen des Krieges haben die meisten Ölproduzenten im Nahen Osten ihre Gesamtproduktion verringert und ihre Lieferungen an die Vereinigten Staaten eingestellt ... Auf lange Sicht bedeutet das, dass wir neue Energiequellen entwickeln müssen, die uns in die Lage versetzen, unseren Bedarf zu decken, ohne uns auf andere Länder verlassen zu müssen. Die unmittelbare Knappheit wird sich auf das Leben eines jeden von uns auswirken. In unseren Fabriken, in unseren Autos, in unseren Wohnungen und in unseren Büros werden wir weniger Brennstoff verbrauchen können, als wir dies gewohnt waren. In manchen Schulen und Fabriken werden die Unterrichts- und Arbeitszeiten neu festgelegt werden müssen. Manche Düsenflüge werden gestrichen werden."
(US-Präsident Richard Nixon im November 1973) "Die Staats- und Regierungschefs waren der Auffassung, dass die durch die Energiekrise hervorgerufene Lage die Weltwirtschaft als Ganzes bedroht und Industrieländer wie Entwicklungsländer betrifft. Ein anhaltender Energiemangel würde sich ernsthaft auf Produktion, Beschäftigung und Zahlungsbilanz der Gemeinschaftsländer auswirken."
(Kommuniqu‚ des EG-Gipfels im Dezember 1973 in Kopenhagen) "Weltweites Wirtschaftswachstum ist eindeutig mit der steigenden Verfügbarkeit von Energiequellen verknüpft. Wir sind entschlossen, unseren Volkswirtschaften die für ihr Wachstum benötigten Energiequellen zu sichern. Unsere gemeinsamen Interessen erfordern es, dass wir weiterhin zusammenarbeiten, um unsere Abhängigkeit von importierter Energie durch sparsamen Umgang mit Energie und die Entwicklung alternativer Energiequellen zu verringern. Damit und durch internationale Zusammenarbeit zwischen Erzeuger- und Verbraucherländern im langfristigen Interesse beider werden wir keine Mühe scheuen, um ausgeglichenere Bedingungen und eine harmonische und stetige Entwicklung des Weltenergiemarktes zu sichern."
(Erklärung des ersten Weltwirtschaftsgipfels 1975 in Rambouillet, nachdem die Ölkrise die Wirtschaft weltweit in eine Rezession stürzte) "Die Abhängigkeit unserer Energieversorgung vom importierten Öl ist mit über 50 Prozent zu hoch. Eine Zurückdrängung des Mineralölanteils kann nur erreicht werden durch Energieeinsparung und eine stärkere Diversifizierung der Energieversorgung, d. h. insbesondere die Entwicklung alternativer Energien einschließlich Kernenergie."
(Jahreswirtschaftsbericht 1977 der SPD/FDP-Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt)