schreiben Der Rechner als SchiefertafelSeite 2/2
Doch der Stift hat noch weitere Aufgaben. In jedem normalen Textprogramm lässt sich ein gesonderter Bildschirmbereich ausklappen, in den man seine handschriftlichen Texte schreibt. Die werden erkannt und dann direkt ins Programm übertragen. Einige Softwarefirmen arbeiten bereits an Tablet-PC-tauglichen Versionen ihrer Programme. Mit denen soll dann die direkte Eingabe ins Dokument ohne die Hilfsapplikation am Rand möglich sein. Außerdem gibt es ein Windows-Journal, in das der Anwender wie in eine Kladde seine Notizen handschriftlich notiert. Allerdings wird das Geschriebene nicht in Texte für die weitere Bearbeitung umgewandelt, es lässt sich nur archivieren und ausdrucken.
Wer zuvor lediglich per Tastatur mit Computern umgegangen ist, für den bedeutet es natürlich eine Umgewöhnung, jetzt den Stift zu benutzen. Die Texterkennung funktioniert gut, selbst längere und komplizierte Wörter versteht das Gerät. Windows arbeitet wohl mit einer Kombination aus Erkennung der einzelnen Buchstaben und dem Vergleich mit bereits bekannten (gespeicherten) Vokabeln. Selbst anspruchsvolle Begriffe wie „Desoxyribonukleinsäure“ bereiteten ihm so keine Schwierigkeiten. Problematisch wurde es nur, wenn ein Kollege die Wörter zu hastig in das Eingabefeld kritzelte – da griff die Texterkennung dann auch mal daneben.
Für kurze Eingaben oder für längere handschriftliche Notizen ist der Tablet-PC wirklich praxistauglich. Bereits nach kurzer Zeit benutzt man das Gerät wie zuvor Kugelschreiber und Block. Das erweist sich auch als Vorteil für jemand, der unauffällig bleiben will: Mit dem Tablet-PC wirkt der Notierende in einer größeren Gruppe weniger störend als mit einem geöffneten Notebook, denn das Mitschreiben per Stift ist allemal leiser als das Klappern der Tastatur.
Letztere ist für die Eingabe längerer Texte nach wie vor besser geeignet. Allerdings hatte Microsoft auch nicht im Sinn, dieses Eingabegerät vollständig abzulösen. Die Prozessoren im Tablet-PC leisten weniger als viele „normale“ Notebooks mit Pentium 4 oder Athlon 2000. Für die üblichen Anwendungen (Office, Internet et cetera) sind sie dennoch mehr als ausreichend. Tablet-PCs haben zudem zwei entscheidende Eigenschaften, die manchem herkömmlichen tragbaren PC leider inzwischen fehlen: Sie sind leicht und haben einen langen Atem.
| Gerät | Acer Travelmate C102 | Fujitsu-Siemens Stylistic ST4110 | HP Compaq TC 1000 | PaceBlade PaceBook Tablet PC | Toshiba Portegé 3500 | Viewsonic Tablet PC V1100 |
| Preis ca. (Euro) | 2500 | 2700 | 2400 | 2300 | 3800 | 2700 |
| Infos | www.acer.de | www.fujitsu-siemens.de | www.hp.com/de | www.paceblade.de | www.toshiba.de | www.viewsoniceurope.com/de |
| Typ | Convertible | Slate | Slate | Slate | Convertible | Slate |
| Gewicht | 1,4 kg | 1,5 kg | 1,4 kg | 1,9 kg | 1,9 kg | 1,6 kg |
| Prozessor/Taktfrequenz | Intel Pentium III Mobile/800 | Intel Pentium III Mobile/800 | Transmeta Crusoe | Transmeta Crusoe 5600/867 | Intel Pentium III Mobile/1333 | Intel Pentium III Mobile/866 |
| Schnurlose Schnittstelle | Wireless LAN optional | Wireless LAN | Wireless LAN | - | Wireless LAN, Bluetooth | Wireless LAN |
| Speicher | 256 MB | 256 MB | 256 MB | 256 MB | 256 MB | 256 MB |
| Festplatte | 20 GB | 20 GB | 30 GB | 20 GB | 40 GB | 20 GB |
| Displaygröße | 10,4" | 10,4" | 10,4" | 12,1" | 12,1" | 10,4" |
| Alle Geräte haben Modem- und Ethernet-Schnittstelle. Alle arbeiten mit Windows XP Tablet PC Edition. Die Auflösung des Displays beträgt 1024 x 768 Bildpunkte | ||||||
- Datum 06.03.2003 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 06.03.2003 Nr.11
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