Irak-Krieg Die Ölquellen des Iraks

Nach Meinung von Experten könnte Saddam Hussein durch das Inbrandsetzen von Ölquellen wesentlich größeren Schaden anrichten als beim ersten Golfkrieg 1991 in Kuwait. Die Ölquellen Kuwaits förderten einen Bruchteil der Menge, die heute aus irakischen Quellen sprudelt. Derzeit produzieren die Ölfelder des Iraks rund 300000 Tonnen Rohöl täglich. Sie sind zudem über ein weites Gebiet verstreut und, teils in den Bergen gelegen, schwer zugänglich, was das Löschen der Brände behindert.

Weltweit ruhen nach jüngsten Berechnungen 165 Milliarden Tonnen Rohöl unter der Erdoberfläche, das etwa Vierzigfache des derzeit weltweiten Verbrauchs pro Jahr. Nachdem im vergangenen Jahr die kanadischen Ölvorräte neu bewertet wurden, rückte Kanada auf Platz zwei der Erdölländer vor (15 Prozent der Vorräte). Es überholte den Irak, wo Rohölressourcen von 15 Milliarden Tonnen als gesichert gelten (Platz drei mit 9 Prozent der Ölreserven), jedoch 34 Milliarden Tonnen vermutet werden. Auf Platz eins steht Saudi-Arabien mit mehr als einem Fünftel der globalen Ölvorkommen. Damit verfügt der gesamte Nahe Osten über zwei Drittel der Vorräte. Dabei handelt es sich nur um jene Ölquellen, die zu rentablen Bedingungen als förderbar gelten. Die tatsächlich vorhandenen Ressourcen werden um ein Vielfaches höher eingeschätzt.

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  • Quelle (c) DIE ZEIT 27.03.2003 Nr.14
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  • Schlagworte Irak-Krieg | Fossile Energie | Kanada | Irak | Saudi Arabien
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