Pflegt jemand seine Umwelt, darf man ihn getrost einen Konservativen nennen. Er bewahrt, was er achtet, denkt langfristig und handelt nachhaltig.

So wie Leo Kirch. Der konnte seinen Medienkonzern nur aufbauen, weil ihm die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung passende Umweltbedingungen schuf, als sie das Privatfernsehen einführte. Die Politiker waren, wenn man von einer Symbiose sprechen würde, der Wirt, Kirch der Nutznießer. Nach dem Regierungswechsel rettete Kirch sein politisches Biotop, indem er selbst zum Wirt wurde und Expolitiker wie Helmut Kohl oder Rupert Scholz als Berater bezahlte (bis zur Insolvenz seines Konzerns). Ist das nicht vorbildlich?

Kirch hat keinen Raubbau an der politischen Landschaft betrieben. Er hat sie sogar gepflegt und erhalten. Wie man sich in Menschen täuschen kann. In Kirch steckt keine schwarze, sondern eine grüne Seele.