Es gibt auch noch gute Nachrichten in diesen Tagen. Trotz allgemeiner Konjunkturflaute und Irak-Krieg bleibe die deutsche Automobilindustrie "auf Kurs", verkündet der Branchenverband VDA. Die Zahl der exportierten Pkw und Kombis stieg im ersten Quartal 2003 um erstaunliche neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. So konnten die deutschen Hersteller das Minus im Inlandsmarkt, wo die Zulassungen um knapp zwei Prozent unter dem Vorjahreswert blieben, sogar mehr als ausgleichen. Im wichtigen US-Markt etwa wurden in den ersten drei Monaten fast zwei Prozent mehr Pkw mit deutschen Markenzeichen verkauft, während der gesamte US-Markt um vier Prozent zurückging. In Westeuropa, wo immerhin fast jedes zweite verkaufte Fahrzeug aus einem deutschen Konzern stammte, ergab sich ein gemischtes Bild. Während einzelne Länder wie Island, Finnland, Schweden und Italien teilweise kräftige Zuwächse bei den Zulassungen meldeten, brachen andere Märkte wie Portugal, Schweiz, Dänemark, Belgien und Frankreich regelrecht ein, wie der europäischen Herstellerverband ACEA jetzt meldete. Insgesamt lag der Absatz von Pkw in Westeuropa im ersten Quartal um 2,4 Prozent im Minus. Ganz offenbar bestimmen auch nationale Besonderheiten - beispielsweise Verschrottungsprämien für Altfahrzeuge - die Autokonjunktur in den einzelnen Staaten stark mit. In Deutschland hatten VW, Mercedes, BMW und Co. bislang nicht zuletzt die von Finanzminister Hans Eichel angedrohte höhere Dienstwagensteuer für den schwachen Absatz verantwortlich gemacht. Da die vom Tisch ist, müsste jetzt eigentlich ein kleiner Auftragsschub ins (Auto)-Haus stehen.