Es gibt Geschichten, die man immer wieder gerne hört. Zum Beispiel, dass in den Tiefen von Loch Ness ein urzeitliches Monster lebt. Oder dass die U.

S. Army in der Wüste von Nevada eine fliegende Untertasse versteckt hält.

Und es gibt Geschichten, die gern erzählt werden, obwohl man sie vielleicht gar nicht hören möchte. Zum Beispiel, dass es bald eine Frauenbank geben wird. Seit mehr als einem Jahr schon erzählen die beiden Vorstände Angelika Huber und Astrid Hastreiter diese Geschichte. Passiert ist bislang nichts, weil die notwendigen fünf Millionen Euro Eigenkapital nicht beisammen sind, sondern bloß ein paar unverbindliche Absichtserklärungen. Dennoch tat Huber vor Ostern wieder einmal kund: "Sie wird noch heuer gegründet." Und dann passierte doch etwas - der dreiköpfige Aufsichtsrat trat zurück. Begründung: Es brauche wohl doch niemand eine Bank, die sich am Geschlecht ihrer Kundschaft orientiere statt an ihren Bedürfnissen.

Angelika Huber wird ihre Geschichte trotzdem weitererzählen. Sie will die Frauenbank demnächst mit einem neuen Aufsichtsrat gründen. Ein Termin steht noch nicht fest. Aber die weibliche Bank wird kommen. Ganz sicher.