Der Mannheimer Wirtschaftsprofessor Martin Hellwig ist ein gefragter Mann. Vergangenes Jahr war er erste Wahl für die Leitung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, lehnte aber ab. Die Fachwelt fragte sich, wie man sich für den Chefposten des angesehensten deutschen Wirtschaftsinstituts bewerben könne, um dann nein zu sagen (ZEIT Nr. 2/03). Hier nun die Auflösung des Rätsels: Seit vergangener Woche verhandelt Hellwig wieder, diesmal mit der Max-Plank-Gesellschaft. Die trägt ihm (zusammen mit dem Jura-Professor Christoph Engel) die Leitung des neuen Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern an. Sitz der Institution soll Bonn sein, ihr Forschungsschwerpunkt die Bereitstellung natürlicher Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden.

Kiel indes hat immer noch keinen Nachfolger für Instituts-Chef Horst Siebert.

Nach Hellwig sagte auch der Bonner Professor Jürgen von Hagen ab. Jetzt will Kiel Michael Burda gewinnen, der Professor an der Berliner Humboldt-Universität ist.