Acht von zehn Deutschen rechnen immer noch in Mark statt in Euro. Selbst Bundesbank-Präsident Ernst Welteke räumte vor wenigen Monaten in einem Interview ein, er habe sich "auch nach einem Jahr noch nicht voll an den Euro gewöhnt". Umso besser, wenn nun ein Buch den Deutschen die neue Währung erklärt.

Was beeinflusst den Wechselkurs des Euro? Wie trifft die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitischen Entscheidungen? Detailliert beschreibt René Klaus Grosjean, was sich hinter Begriffen wie Zins, Stabilität und Geldpolitik verbirgt. Sein Buch ist aber mehr als ein Nachschlagewerk für VWL-Studenten – es ist ein Muss für Währungsexperten und Euro-Kritiker. Denn Grosjean beschreibt nicht nur, er kommentiert: Die EZB dürfe sich "nicht in Konjunktur- und Wachstumsfragen einmischen", sie müsse die Geldmenge stärker kontrollieren, sie "demontiere" die Prinzipien der alten Bundesbank. Das scheint weit hergeholt angesichts niedriger Inflation und steigenden Euro-Kurses. Ein Buch, das die Euro-Debatte neu befeuert. bro