Vorletzten Sonntag traten 16 Kandidaten zur ersten Runde der argentinischen Präsidentschaftswahlen an. Vier gehörten ein und derselben Partei an. Die drei prominentesten unter ihnen errangen zusammen 61 Prozent der Stimmen und belegten die Plätze eins, zwei und vier. Ein Jahr nach dem mit 144 Milliarden Dollar größten Staatsbankrott der Geschichte, der Millionen in die Armut stürzte und die Ersparnisse des Mittelstandes fraß, suchen die Argentinier ihr Heil wieder im Peronismus, bei den Erben des Generals, der im Zenit seiner Macht Anfang der fünfziger Jahre Wahlen mit ebenfalls über 60 Prozent zu gewinnen pflegte. Am nächsten Sonntag findet die Endausscheidung statt zwischen dem anrüchigen Expräsidenten Carlos Menem, er gilt als neokonservativ und korrupt, und seinem bislang relativ unbefleckten Parteigenossen Néstor Kirchner.