Das Eisbällchen beim Italiener um die Ecke ist schon wieder teurer geworden. Der Bäcker backt kleinere Brötchen zum selben Preis. Und das Benzin kostet wegen Steuererhöhungen mehr. Dann herrscht Inflation – zumindest, wenn sich Eis, Benzin und Brötchen auch im Warenkorb einer Durchschnittsfamilie finden. Inflation ist der Normalzustand in der Geldwirtschaft. Und das ist auch gut so. Da die Verkaufspreise für Waren nach unten rigide sind, sprich: leichter steigen als fallen, erfüllt die Inflation eine wichtige Aufgabe: Sie erlaubt es, dass Güter oder Dienstleistungen relativ billiger werden, ohne dass ihre Verkaufspreise dafür tatsächlich fallen müssen. Sie steigen eben nur weniger als die Preise jener Güter, die begehrter sind. Inflation schmiert die Wirtschaft. Und fast genauso wichtig: Die Menschen haben ihr Wirtschaftsverhalten darauf abgestellt. Seit 70 Jahren steigt das Preisniveau. heu