Wenn in der Wirtschaft alles stagniert, mit Ausnahme der Preise, spricht man von Stagflation. Ein Zustand, allemal besser als Deflation, aber nicht zufriedenstellend. Denn eigentlich ist ja die Wohlstandsmehrung das oberste Ziel. Stagflation dagegen verteilt nur um: von den Vermögensbesitzern und Gläubigern zu den Schuldnern. Doch ab und an mag eine solche Phase vonnöten sein, um die im Boom angehäuften Schuldenberge ein wenig abzutragen, sprich zu entwerten. Das geht zulasten der Sparer. Aber die Schuldner sind es, die die Wirtschaft vorantreiben, nicht die, die ihr Geld "arbeiten lassen". Gut möglich, dass sich an die Reflation eine Stagflation anschließt. Die zweite Hälfte der siebziger Jahre gilt als Paradebeispiel für Stagflation. Auf den Ölpreisschock folgte eine reflationäre Politik, bis die Stagflation von der Disinflation abgelöst wurde. heu