Reise Das Nichts zwischen den DingenSeite 2/2

In diesen Duktus, der Erzählen und Beschreiben gemächlich verschränkt, fügen sich die alten Reiseberichte und Sagen, die ohne jedes Raunen assoziiert werden, zwanglos ein. Ob Sandbänke, Tankstellen, Trolle oder Wiedergänger, da gibt einer Kunde von dem, was durch seine offenen Sinne die Existenz berührt, einer durchdringenden Realität auf der Landkarte, der Netzhaut und der Membran der Gedanken: „Am späten Vormittag hatte die Sonne an Kraft gewonnen, die milchigen Hochnebel binnen einer halben Stunde auszulösen, und alles war in jene nordatlantische Überdeutlichkeit gerückt, von der man aus der Erinnerung nicht mehr sagen kann, was den stärkeren Eindruck gemacht hat: die vor Wirklichkeit strotzenden Dinge oder das wie selten sonst wahrnehmbare Nichts zwischen diesen Dingen, in das man ja irgendwann eingehen wird.“

π Klaus Böldl: Die fernen Inseln

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003; 158 S., 16,90 ¤

 
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